( Sigrid & Heino )
Bei der Arbeit mit dem Inneren Kind geht es um alte Verletzungen und Prägungen
aus der frühen Lebenszeit – etwa vom Beginn der Schwangerschaft bis zur Pubertät.
Meist sind es weniger logisch erklärbare, sondern emotionale bzw. seelische Erfahrungen,
die unser Erleben bis heute beeinflussen. Wir arbeiten behutsam, traumasensibel und
ressourcenorientiert – in Ihrem Tempo, ohne Druck und ohne Heilsversprechen.
(Erika J. Chopich, Margaret Paul)
Inneres Kind – Therapie
Die Person wird ganzeheitlich als untrennbare Einheit von Körper, Geist und Seele betrachtet.
Im Gegensatz zur Gruppentherapie findet die Behandlung im Einzelgespräch statt.
Dabei geht es um die Aufarbeitung von Problemen
und das Ziel ist, psychische Beschwerden und hinderliche Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern.
Inneres Kind – Fortbildung (Seminar)
In dieser Fortbildung steht nicht die Theorie im Vordergrund, sondern das
eigene Erleben: das eigene Innere Kind entdecken, verstehen und
als inneren Verbündeten nutzen. Theorie dient als Leitfaden, nicht als Selbstzweck.
Das Seminar richtet sich an Menschen, die die Arbeit mit dem Inneren Kind als
therapeutische Möglichkeit und zur Persönlichkeitsentwicklung
nutzen möchten. Voraussetzung ist ein kostenloses, unverbindliches Vorgespräch.
Inneres Kind – Supervision (Seminar)
Für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die die Fortbildung abgeschlossen haben
und die Arbeit vertiefen möchten. Ziel ist, das Erkannte im Alltag
dranzubleiben – mit Unterstützung, Rückhalt und achtsamer Reflexion.
Zeitrahmen für die Therapie:
Die Gespräche werden ganz individuell nach Ihren Bedürfnissen ausgerichtet.
Zeitrahmen für die Seminare:
Verpflichtend für 1 Jahr, umfasst 4 Wochenenden (jeweils Sa./So., Termine nach Absprache).
Inklusive Flatrate für Einzelgespräche.
(min. 3, max. 6 Pers.)
Jeder von uns hat zwei verschiedene Persönlichkeitsaspekte: den Erwachsenen und das Kind.
Wenn diese beiden Teile in Kontakt miteinander sind und zusammenarbeiten, entsteht ein Gefühl der Ganzheit.
Wenn die beiden Teile jedoch nicht in Kontakt miteinander sind – sei es, dass wir verletzt sind,
nicht richtig funktionieren können oder unreif geblieben sind –, entsteht in uns ein Gefühl von Konflikt,
Leere und Alleinsein.
Es ist sehr wichtig, das „Innere Kind“ klar und positiv wahrzunehmen. In unserem Kulturkreis sind Kinder
traditionell weniger wert als Erwachsene – sie werden als weniger wichtig und klug angesehen. Als Kinder
haben wir uns meistens als machtlos erlebt. Deswegen bedeutet Kindsein für uns fast immer Machtlosigkeit
und Bedeutungslosigkeit. Darüber hinaus halten wir unser „Inneres Kind“ häufig für einen Störenfried,
weil uns in der Kindheit so oft gesagt wurde, dass wir schlecht wären und Unruhe und Sorgen verursachen würden.
Da man uns als Kind nicht wirklich wertgeschätzt hat, mag es für uns selbst jetzt ebenfalls schwer sein,
das Kind in uns zu schätzen. Wir halten es für unwichtig, brechen jeden Kontakt zu ihm ab und setzen
so unsere Kindheitserfahrungen endlos fort.
Unser „Inneres Kind“ wahrzunehmen und wertzuschätzen, ist die wesentliche Voraussetzung,
um eine heile, ganze Persönlichkeit zu werden. …
Quelle:
Erika J. Chopich, Margaret Paul: Aussöhnung mit dem Inneren Kind
Bei der Arbeit mit dem Inneren Kind geht es darum, alte Muster zu erkennen:
Schutzstrategien, die damals sinnvoll waren, heute aber oft im Weg stehen.
Viele Reaktionen laufen unbewusst und automatisch – besonders in Konflikten.
Wenn das verletzte Kind „das Steuer übernimmt“, wirken wir nach außen
irrational oder überreagierend; innen fühlen wir uns klein, ohnmächtig oder allein.
Der Weg führt über behutsame Kontaktaufnahme: wahrnehmen, benennen, regulieren.
Das heißt konkret: Gefühle sicher halten, Grenzen liebevoll setzen, Selbstmitgefühl entwickeln,
Ressourcen stärken und den „inneren Erwachsenen“ aufbauen. So können alte Dynamiken sich lösen –
Schritt für Schritt, nachhaltig und alltagstauglich.
Moderne Ansätze (z. B. bindungsorientierte Arbeit, Emotionsregulation, Teilearbeit) ergänzen klassische Inneres-Kind-Arbeit – traumasensibel, ohne Reinszenierungen.
… Sie werden vielleicht feststellen, dass Sie mehr davon haben, in einer Gruppe zu arbeiten als allein. Die Erfahrung, dass andere ihre eigenen Prozesse durchmachen, kann Ihnen helfen, die Bereiche zu erkennen, in denen Sie arbeiten möchten. Andere dabei zu beobachten, wie sie ihre tiefe Wut, ihren Schmerz und ihre Angst annehmen und hindurchgehen, kann Mut machen, dasselbe zu tun. Gruppen bieten Unterstützung und zeigen, wie man die Wahrheit sagt – liebevoll und mitfühlend. So können Gefühle von Isolation und Abgetrenntsein heilen und ein neues Gefühl von Kontakt entstehen. …
Quelle:
leider nicht mehr bekannt